Alla Prossima…noch einmal in Richtung Süden…

17. Oktober 2021

So gut wie letzte Nacht haben wir während unserer Tour nicht einmal geschlafen. Es ist schon nach 8 und ein paar Sonnenstrahlen wecken uns durch’s Fenster. Das Thermometer zeigt 6 Grad, aber die fühlen sich hier, gerade mal 1,5 Stunden von Vrsar entfernt, deutlich wärmer an.

Schnell sind wir alle gassibereit und es geht los in Richtung Piazza. Es ist noch vor neun und es ist Sonntag. Und es ist Wochenmarkt auf der riesigen Piazza. Wir genießen die Atmosphäre und entscheiden uns für die Sonnenseite der Piazza. Es folgt Cappuccino und Brioche. Und dann ist Leute beobachten angesagt. Auch kümmern wir uns um den weiteren Verlauf unserer Heimfahrt und es fällt uns nichts Besseres ein, als noch einmal nach Süden abzubiegen.

So landen wir gegen Mittag in Marano Lagunare, einem kleinen Lagunenstädtchen mit einer Piazza, die von einem stattlichen Turm beherrscht wird. Unser Womoparkplatz am Wasser ist toll und unsere Idee ist es, hier noch einmal leckeren Fisch zu essen.

Aber egal in welchem Restaurant wir auch fragen, alle sind angeblich belegt, obwohl überall noch freie Tische sind. Scheinbar eignet sich dieser Ort nicht für einen Spontanbesuch, denn ohne eine tagelange Vorreservierung ginge hier nichts. Hinzu kommt, dass die Personen, die uns dieses mitteilen, alles Andere nur nicht freundlich sind.

Schade…die Enttäuschung sitzt tief. An der Brücke aber retten uns die Bar Sport, Leo’s kleine Pizzeria und eine überirdische Eisdiele, so dass wir diesen kleinen Ort vielleicht doch noch einmal besuchen werden. Vielleicht ist es auch ratsam, es nicht an einem Sonntagmittag zu tun.

Nach einem kurzen Drohnenflug geht es um 15 Uhr weiter in Richtung Gemona. In dieser schönen, am Berg gelegenen Stadt gibt es einen zentrumsnahen Stellplatz. Neben einer Burg gibt es einen wundervollen Dom zu besichtigen und das Stadtbild wird durch viele Portici geprägt (überdachte Gewege ähnlich wie in Bologna).

Gemona erlangte 1976 traurige Berühmtheit. Ein Erbeben der Stärke 6,5 zerstörte große Teile der Stadt und kostete fast 1000 Menschen das Leben. Eine Ausstellung zeigt Bilder dieser Katastrophe. Ein kurzer Besuch berührt uns sehr. Im Anschluß gegen sehr ehrfürchtig durch die Straßen dieser Stadt.

Ein Besuch in einer Bar im Zentrum lässt uns an unserem letzten Abend vor unserer Heimreise nochmal mitten im Italienischen Leben sein. Gekrönt durch den anschließenden Besuch in der Osteria Rive Grande.

Der letzte Abend-Blues startet mit einer Ribolla Gialla – einem überaus leckeren Perlwein. Es folgen Tagliatelle con Anatra, Risotto Gorgonzola Castagne, Crema di Fagioli und Gnocchi con Zucca.


Und zur Info: hier steht ein Zauberkünstler am Herd.
Perfekt für ein Abschiedsessen mit Wiederholungscharakter. Ausnahmsweise ein Dolce für zwei und dann geht es zu unserem kleinen Stellplatz zurück.

Leider hat sich hier eine kleine Gruppe Österreichischer Mobilisten regelrecht an alle dort stehenden Wohnmobile „angekuschelt“, also total eng neben die bereits geparkten Womos gequetscht.
Jetzt reisen sie schon in der Gruppe, haben aber immer noch Angst auf einem Stellplatz zu übernachten. Und genau für solche Camper, wahrscheinlich ehemalige Wohnwagenbesitzer, gibt es doch Campingplätze, oder?

Eine gute letzte Nacht und bis Morgen…

18. Oktober 2021

Wir hätten bestimmt besser geschlafen, hätten wir unseren besagten, österreichischen Nachbarn nicht gehabt, denn ab halb 7 räumt dieser irgendwelche Dinge in seinem Womo so lautstark zurecht, dass bedingt durch die enge Parklage sogar unsere beiden Fellnasen aufwachen.
Schade, denn der Stellplatz war nachts wirklich ruhig….
So fahren wir bereits kurz nach acht Uhr in Richtung COOP zum Einkauf und dann weiter in Richtung Tarvisio.


Erst in Tarvisio kommt so langsam die Sonne zum Vorschein. Bei unserer Ankunft dort haben wir 7 Grad. Die nahegelegene Bar hat montags geschlossen, aber ein wunderbarer Lebensmittelladen in der Nähe dafür geöffnet. Ein letzter Einkauf bei einem netten Plausch und dann sitzen wir auf dem riesigen Parkplatz in Tarvisio, auf dem wir ganz alleine stehen, vor unserem Womo in der Sonne und genießen unser letztes Prima Colazione auf Italienischem Boden.


Mittlerweile ist es wunderbar warm geworden. So kommt es auch, dass wir Tarvisio erst nach vielen Caffè um halb 2 verlassen. Ein letzter Tankstopp im ersten Ort in Österreich und wir befinden uns auf der Autobahn in Richtung nach Hause.

Und da ein Ende ja auch immer irgendwie ein Anfang ist, träumen und planen wir bereits auf der Heimfahrt unsere nächste Womotour in Richtung Italien. Und die soll, wenn das Reisen möglich bleibt, wieder zu unserer Familie in die Toskana gehen und dann dorthin, wo uns der Wettergott hinschicken möchte…wir freuen uns schon drauf….


One Comment on “Alla Prossima…noch einmal in Richtung Süden…

  1. Pingback: Marano Lagunare – unsere „bewegte“ Fast-Enttäuschung… – Womotouren.com

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