L’Ultimo, Fremdschämen und eine Entdeckung….

15. Oktober 2021

Leider scheitert unser Vorhaben „Koversada“ heute Morgen wieder an einer großen Tauchgruppe, die dirthin zum Tauchen geht. Also heißt es nach der Verabschiedung unserer netten Campingnachbarn: Hausbucht.

Heute mal, um ein paar Fotos anderer Art für Euch zu machen. Passend zum letzten Tag, möchten wir aufgrund der beachtlichen Menge an Schwebteilchen nach dem gestrigen Wind, etwas mehr Drama auf’s Bild zaubern. Passt ja auch irgendwie zum letzten Tag hier in Vrsar.

Klar besuchen wir nochmals unsere 4, nehmen auf dem Rückweg aber einen noch nicht erkundeten Flachbereich unter die Lupe, der auch noch das ein oder andere Geheimnis birgt. So zum Beispiel eine andere Anemonenart und diese gleich in einer stattlichen Größe.

Kaum zurück – hatten wir schon erwähnt, dass es heute nicht so kalt ist wie in den letzten Tagen? – ist unser Vorzelt am Dransten. Schweren Herzens beginnen wir mit dem Abbau. Da alles toll trocken ist, ist die ganze Aktion in einer knappen Stunde erledigt. Und Mittagspause…

Bilder sichten und um 15 Uhr folgt der zweite KOVERSADA- Versuch. Und auch dieser scheitert an der Gruppengröße. So heißt es halt Abschiedsrunde in der schönen Hausbucht. Vorbei an Seepferd, Sepia und Amethystgarnele kehren wir nach 90 Minuten zurück ans Land.

Nach einem Kurzplausch mit Lydia wegen unseres Abreisetages heißt es ein letztes Mal stadtfein machen für den Abendspaziergang nach Vrsar. Im warmen Sonnenlicht bei endlich mal angenehmen Temperaturen schlendern wir wie viele andere auch ins Städtchen. Zum Sonnenuntergang wollen wir heute zur kleinen an eine Bar angeschlossenen Terrasse mit Ausblick übers Meer. Leider haben wir neben diesem auch Einblick in das typisch, touristische Rudelverhalten einiger deutschsprachiger Touristen, die Istrien vereinnahmen wollen. Das Gesprächsthema ist flach, die Art wie man uns anspricht: „Sonnenuntergang gibt’s noch, aber Getränke keine mehr!“ ist genau das, was wir an solchen, eigentlich ganz schönen Orten nicht brauchen. Dass Ulli dann auch noch aus der angrenzenden Bar mit zwei Bieren zurückkommt, scheint für die anderen Anwesenden an Majestätsbeleidigung zu grenzen. Die Kommentare sind einfach nur zum Fremdschämen….

Ziemlich verärgert gehen wir weiter vorbei an „Casanova“ durch’s alte Tor zur kleinen Piazza an der Apotheke. Die kleine Bar an der Ecke hat geöffnet und wir zögern nicht, uns dort für einen Wein niederzulassen. Ein roter Landwein aus der Region nichts Großes, aber ehrlich und passend. Die schöne Bar heißt übrigens „Rosinjola“

Durch Zufall kommen wir mit der netten Bedienung ins Gespräch, die uns erklärt, dass in Istrien eigentlich jeder in der Schule Italienisch lernt und auch spricht. Die Tatsache mit jemandem, der hier lebt, sprechen zu können, verschönert den Abend. Wir erfahren einige Dinge über die angebotenen Speisen, über die vergangene Saison…

Schließlich ziehen wir ins Innere der Bar um, ordern Bruschette mit Fisch, Trüffel und Schinken….lecker…im Anschluß noch ein wenig Trüffelkäse, Schinken und Wurst und wir sind, trotz des letzten Abends hier in Vrsar, rundherum glücklich…

Und Morgen? Vielleicht doch noch ein letzter Tauchgang in Koversada?…ci vediamo….

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