Das süße „Fast-Nichts-Tun“

01. Oktober 2021

Heute ist ein Urlaubstag angesagt. Nach einer für uns mittlerweile ungewohnt warmen Nacht von ca. 22 Grad werden wir um kurz nach 7 von den ersten Sonnenstrahlen, die das Innere unseres Womos erreichen, geweckt. Wir haben alle 4 trotz der hohen Temperaturen gut geschlafen, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass wir happy sind wieder hier zu sein.

Ein kurzes Fellzwerggassi, ein schneller, leckerer Kaffee vorm Womo und schon sind wir im angenehm temperierten Pool. Es ist herrlich heute morgen hier zu schwimmen und einfach die Seele baumeln zu lassen.

Gegen 11 Uhr ist es dann soweit. Wir stehen in der Küche und bereiten ihn vor: den ersten „Riwwelkuchen in Paradise“ (Riwwel = hessisch für Streusel!)

Die Zutaten hier sind zwar etwas anders, aber alles funktioniert so wie zuhause. Der einzige Unterschied ist die Hefe….sie geht wie ein Turbo, das man förmlich zuschauen kann.

Für den Teig mischen wir:

Ca. 700g Mehl

1 Trockenhefe

100g Zucker

100g Butter

1/4 l lauwarme Milch

1 Ei

1 Prise Salz

Ca. 500g Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Vertiefung drücken, dort die Hefe, etwas Zucker und etwas Milch zugeben und die wenigen Zutaten in der Mulde zu einem Vorteig verarbeiten. Danach geben wir die komplette Milch, den Zucker, die Butter, das Ei und ein Prise Salz hinzu und nun heisst es kneten. Nach und nach das Mehl unterarbeiten bis ein homogener Teig entsteht, der minimal bis gar nicht an den Fingern kleben bleibt. Diesen an einem warmen Ort etwa eine Stunde gehen lassen. – Entfiel heute aufgrund der Turbohefe!

800 Gramm des erneut gekneteten Teigs ausrollen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben so dass das Blech komplett genutzt ist.

Für die Riwwel

400 g Mehl

175g Zucker

250g Butter

1 Vanillinzucker

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und solange kneten, bis der Teig nicht mehr an den Fingern kleben bleibt. ! Nicht naschen, denn sonst reicht der Streuselteig nicht zum Bedecken des Bodens! Reiner Erfahrungswert, denn die ungebackenen Riwwel sind echt lecker.

Sind die Riwwel auf dem Blech platziert kommt das ganze bei 175 Grad Umluft in den Backofen und das für ca. 35-45 Minuten….je nach Herd.

Die Streusel nicht zu dunkel werden lassen!

Wenn der Kuchen abgekühlt ist mit Puderzucker bestreuen und am besten am gleichen Tag oder noch besser lauwarm servieren….

Während der Backzeit sitzen wir zusammen und halten ein Schwätzchen über Dinge, die so die letzten Monate passiert sind, über die Herkunft des Riwwelkuchenrezeptes (stammt von Ulli’s Oma) und über tausend andere Dinge.
Mit dem Backergebnis sind wir zufrieden. Fehlt nur noch der Puderzucker, in Italienisch „Lo Zucchero al Velo“ klingt wunderschön und wir können uns dieses Wort jetzt auch endlich behalten.

Die Arbeit des Tages ist geschafft. Jetzt heißt es sich um die Planung des Abends kümmern.
Und so beginnen wir mit einem Anruf bei Massimo, dem Taxifahrer unseres Vertrauens. Um 17:40 Uhr holt er uns ab zum abendlichen Aperitivo-Besuch in San Vincenzo. Ist es schön, einfach mal wieder durch die Stadt zu schlendern.

Und natürlich endet die Gassirunde mit den Fellzwergen am Hafen in einer der Bars. Bei leckerem Vermentino di Bolgheri genießen wir das ein oder andere lockere Gespräch mit unseren Tischnachbarn und den Sonnenuntergang hier direkt am Meer.
Um halb neun sind wir wieder zurück im Restaurant, wo Nonna und Roberto heute eine Frittura für uns gezaubert haben. Lecker und extra wegen Ulli ohne Mehl. Aber für Ralf hat Nonna natürlich noch ganz frisch ein paar Sardellen extra mit Mehl zubereitet.

Und dann folgt er: der Nachtisch des heutigen Tages.
Riwwelkuchen in Paradise – lecker und jetzt mit Puderzucker (Zucchero al Velo) ein echter Hingucker!


Noch lange sitzen wir mit Roberto und Defi zusammen. Wir lachen viel und genießen genau das, was diesen Ort für uns so besonders macht: die Nähe der beiden, so als wären wir ein Teil ihrer Familie…
Morgen ist Markttag in San Vincenzo….wir gehen hin…kommt Ihr mit?

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