Wolken, Nieselregen und 2 „C“

15. August 2021

Beim Verlassen unseres kleinen Stellplatzes erblicken wir zugehörig zu unserem Caming einen Ziegenbock auf einen ausrangiertem Boot. Da fragt man sich doch glatt, was das zu bedeuten hat?

Gibt es Regen? Beginnen Boote auf der Straße zu fahren? Oder fangen Menschen an, von den Klippen zu fliegen?

Der Tag beginnt aber erst einmal sehr ruhig. Etwa eine viertel Stunde nach Verlassen von Barfleur parken wir unser Womo in Saint-Pierre-Eglise. Hier finden wir ein nettes Café auf dem Hauptplatz und genießen den ersten außerhäusigen Frühstückskaffee seit mehreren Monaten. Ungeahnt passiert ein Entenquartett, von dem wir aber leider nur das blaue Modell einigermaßen mit der Kamera treffen. Schade, denn es sind echte Raritäten dabei. Mit den zwei „C“ haben die 2CV aber nichts zu tun….

Von hier aus geht es, ohne die schöne Kirche von innen gesehen zu haben – es ist gerade Gottesdienst – weiter in Richtung Cherbourg. Bereits kurz hinter Saint Pierre Eglise beginnt es zu Nieselregnen. Ob der Ziegenbock Schuld daran hat?

Der Regen begleitet uns durch Cherbourg hindurch, über die Panoramastraße der Caps bis zum Camping du Hable, den wir gegen 11:30 Uhr erreichen.

Nach einem netten Check-In und einem langen Frühstück wagen wir uns auf den durch den recht frischen Wind getrockneten Wegen um halb 3 in Richtung Hafen. Selbst die Sonne blinzelt ab und an durch die Wolken. In der Nähe des Kais setzen wir uns kurz auf eine Mauer, um Menschen, Meer und Wolken zu beobachten, als sich plötzlich ein Boot auf der Straße nähert. Wieder der Ziegenbock? Nein, ein Amphibienfahrzeug, das hier im Hafen mit seinen Touren am Cap startet.

Wir bleiben bis etwa 4 Uhr auf der Mauer sitzen. Ein Wechsel aus Sonne und Wolken lässt die Landschaft in einem tollen Licht erscheinen. In der Felsenküste sehen wir von weitem eine Gruppe Helmträger im Neoprenanzug. Als wir mit dem Teleobjektiv der Kamera uns die ganze Sache genauer betrachten, springt einer der Helmträger von ein Klippe ins Meer. Auf dem Foto sieht es aus, als würde er fliegen….

Wir amüsieren uns köstlich über diesen Schnappschuss und sitzen kurze Zeit hinter Glasscheiben, die den Wind wunderbar abhalten, im Hafencafé und genießen ein “ Blonde“ – ein Bier.

Da die Küche hier erst wieder um 19 Uhr öffnet versuchen wir unser Glück in der kleinen Epicerie mit Getränken und kleinen Gerichten am Campingplatz um die Ecke. Hier kosten wir das erste der 3″C“, den Cidre.

Wir versuchen den Brut. Als hessische Apfelweinkenner erscheint vor allem den Männern der Cidre als liebliches Getränk. Also probiert, aber ob es eine Wiederholung gibt? Mal sehen.

Zurück am Womo – mittlerweile ist es halb 7 – gibt es Käse und Rotwein. Aber nicht irgendein Käse, sondern normannischen. Nämlich das zweite „C“. Camembert aus Neufchatel. Lecker, reif und in typischer Herzform…

Der Himmel hat sich leider weiter eingetrübt. Auch beginnt es leicht zu regnen, so dass wir um 21 Uhr ins Innere umziehen und beginnen, für Euch zu schreiben, Bilder zu sichten und hochzuladen. Schwierig so ganz ohne Netz, aber wir tun unser Bestes…Hätten wir jetzt das für die Normandie typische dritte „C“, den Calvados zur Hand, er würde bestimmt wärmen!!

Als der Wetterbericht mal funktioniert zeigen die Vorhersagen Sonne für morgen an. Wir freuen uns drauf….

Nieselregen am Meer

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