Bonjour en Bretagne….

24.Juli 2021
Allie und Amadeo sind am Motzen…aber warum nur? Ralf begibt sich halbschlafend zur Tür und da steht er: der Kassierer der Gemeinde, der die Womos um ganze 5 Euro für diesen zauberhaften Platz erleichtert. Im ersten Moment etwas sauer, weil wir aus dem Tiefschlaf geweckt wurden, aber beim Blick auf die Uhr mit einem fetten Grinsen im Gesicht….denn es ist bereits 5 Minuten nach 9….nach dieser durch den heftigen Wind sehr lauten Nacht, hätten wir schwören können, dass es erst so gegen 7 Uhr ist…..Bonjour en Bretagne!

Fellzwergegassi findet heute Morgen im bretonischen Nieselregen statt und das scheint auch Programm für den ganzen Tag zu sein. Nach ausgiebigem Kaffeetrinken und der Fertigstellung des Berichtes des gestrigen Tages geht es in Richtung Cairn de Barnenez, der größten, bekannten Begräbnisstätte der Megalithkultur.

Was wir erst am Eingang dieses Staatsmonumentes erfahren: Anders als in Italien sind unsere Vierbeiner hier nicht willkommen. So heißt es Wandern zum Aussichtspunkt, von dem aus wir das Chateau du Taureau und den Leuchtturm auf der Insel Louet sehen können. Schade nur, dass sich die Sonne heute zum ersten Mal seit zweineinhalb Wochen nicht zeigen will.

Aber es ist trotzdem eine tolle Aussicht und wir sind begeistert vom Küstenwanderweg. Eine echte Idee für eine andere Art Urlaub irgendwann einmal. Als wir von hier aus starten ist das einzige Ziel, das wir haben, es soll in Richtung Osten gehen…und das tut es auch. Es sind zwar nicht viele Kilometer, aber es gibt tolle Momente zum Ablichten unterwegs, so zum Beispiel die kleine Kirche von Plouézoc’h.


Weiter geht es im Grau des Tages in Richtung Lannion. An der Bucht von Le Douron, die aufgrund des Niedrigwassers als solche fast nicht zu erkennen ist, legen wir auf dem Womoplatz unsere Mittagspause ein. Und da meldet sich doch prompt unser Kühlschrank mit einem Problem. Die Gaszufuhr scheint unterbrochen und neben lautem Piepen erhalten wir eine wild blinkende Fehlermeldung. Diese Tatsache zwingt uns auf‘ s Geradewohl einen Camping ein paar Buchten weiter wegen eines Übernachtungsplatzes anzurufen. Wir tun dies bei Camping Esperance kurz vor der Isle Grande. Und siehe da: zum einen meldet sich ein netter Herr, der auch etwas Englisch spricht und zum anderen ist noch ein Platz für uns frei, wenn wir in der nächsten Stunde ankommen. Kein Problem, denn schnell sind die Sachen gepackt und es geht in Richtung Camping und vor allem für unseren Kühlschrank in Richtung Stromanschluß. Der Check-In verläuft nett und kurze Zeit später verlassen wir den reservierten Camping wieder in Richtung Ploumanac’h mit Ziel Phare de Men Ruz, um die bekannten rosa Felsen der Bretagne zu sehen.


Parken können wir nur auf dem Womoplatz etwa 2 km oberhalb der Felsen. Ein wenig bitterer Beigeschmack, der aber durch das vergessene Parkticket unseres Vorgängers, dass wir nun nutzen können – wow, wir haben 6,10 € gespart! – wieder relativiert wird. Und der Wanderweg zu den Felsen ist wirklich schön. Schade an der ganzen Sache sind die vielen Besucher und das fehlende Licht. Die Kulisse aber ist der Hammer. Warum nach Australien fliegen, wenn es gerade mal 1200 km von zuhause auch derart gigantische, rote Felsformationen gibt…


Auf dem Rückweg halten wir noch kurz an einem kleinen Supermarkt, denn unser französischer Rotwein ist alle. Ein wenig leckere Hasenterrine und andere kleine Leckereien werden auch noch eingepackt und bei Nieselregen erreichen wir unseren Campingplatz, der sich mittlerweile sehr gut gefüllt hat. Nach einer kleinen Diskussion der Ausrichtung des Womos ist der Platz eingerichtet und es heißt für Ralf, versuchen das Kühlschrankproblem zu lösen. Mit Kontaktspray und Herz bewaffnet gelingt es ihm innerhalb einer Stunde, den Kühlschrank von seiner Pieperei zu befreien…..wenn Ihr wissen wollt wie….meldet Euch gerne per Email…


Kurze Zeit später sitzen wir am Grill und es geht ans Flammkuchen backen. Und obwohl wir noch nicht aufgegessen haben, kommt plötzlich die Sonne heraus und das zum ersten Mal am heutigen Tag. Dass uns der Rotwein mundet brauchen wir wahrscheinlich nicht zu schreiben….dass wir glücklich sind über den Tagesablauf hört man wahrscheinlich zwischen den Zeilen und dass wir uns auf Morgen freuen ist ja sowieso klar…und wir freuen uns, wenn Ihr auch dabei seid…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: