Willkommen in unserem FotoCamper-reiseblog

Wie lange noch?

Der Camper steht eingemottet vor dem Haus und die Sehnsucht nach der nächsten Reise wächst. – hier unser Rezept gegen Fernweh….

Herzklopfen….

Lasst Euch einfach von der Tour überraschen…wir tun es auch….Herzklopfen garantiert!

Marano Lagunare – unsere „bewegte“ Fast-Enttäuschung…

21. Oktober 2021

Der ein oder andere von Euch hat bestimmt einen der letzten Beiträge nämlich „Alla Prossima – noch einmal in Richtung Süden…“ gelesen. Hier noch die „bewegte“ Ergänzung zu unserem Ausflug in einen der unbekannteren Lagunenorte an der Adria. Viel Spaß beim kurzen Stadtbummel….

Palmanova bewegt…

20. Oktober 2021

Hier starten wir mit einer kleinen Nachlese der vergangenen Reise in Form bewegter Bilder.
Ein kleiner Ausflug ins Zentrum von Palmanova, Sonntagvormittag zur Kaffeepause am Wochenmarkt….
Viel Spaß damit…

Alla Prossima…noch einmal in Richtung Süden…

17. Oktober 2021

So gut wie letzte Nacht haben wir während unserer Tour nicht einmal geschlafen. Es ist schon nach 8 und ein paar Sonnenstrahlen wecken uns durch’s Fenster. Das Thermometer zeigt 6 Grad, aber die fühlen sich hier, gerade mal 1,5 Stunden von Vrsar entfernt, deutlich wärmer an.

Schnell sind wir alle gassibereit und es geht los in Richtung Piazza. Es ist noch vor neun und es ist Sonntag. Und es ist Wochenmarkt auf der riesigen Piazza. Wir genießen die Atmosphäre und entscheiden uns für die Sonnenseite der Piazza. Es folgt Cappuccino und Brioche. Und dann ist Leute beobachten angesagt. Auch kümmern wir uns um den weiteren Verlauf unserer Heimfahrt und es fällt uns nichts Besseres ein, als noch einmal nach Süden abzubiegen.

So landen wir gegen Mittag in Marano Lagunare, einem kleinen Lagunenstädtchen mit einer Piazza, die von einem stattlichen Turm beherrscht wird. Unser Womoparkplatz am Wasser ist toll und unsere Idee ist es, hier noch einmal leckeren Fisch zu essen.

Aber egal in welchem Restaurant wir auch fragen, alle sind angeblich belegt, obwohl überall noch freie Tische sind. Scheinbar eignet sich dieser Ort nicht für einen Spontanbesuch, denn ohne eine tagelange Vorreservierung ginge hier nichts. Hinzu kommt, dass die Personen, die uns dieses mitteilen, alles Andere nur nicht freundlich sind.

Schade…die Enttäuschung sitzt tief. An der Brücke aber retten uns die Bar Sport, Leo’s kleine Pizzeria und eine überirdische Eisdiele, so dass wir diesen kleinen Ort vielleicht doch noch einmal besuchen werden. Vielleicht ist es auch ratsam, es nicht an einem Sonntagmittag zu tun.

Nach einem kurzen Drohnenflug geht es um 15 Uhr weiter in Richtung Gemona. In dieser schönen, am Berg gelegenen Stadt gibt es einen zentrumsnahen Stellplatz. Neben einer Burg gibt es einen wundervollen Dom zu besichtigen und das Stadtbild wird durch viele Portici geprägt (überdachte Gewege ähnlich wie in Bologna).

Gemona erlangte 1976 traurige Berühmtheit. Ein Erbeben der Stärke 6,5 zerstörte große Teile der Stadt und kostete fast 1000 Menschen das Leben. Eine Ausstellung zeigt Bilder dieser Katastrophe. Ein kurzer Besuch berührt uns sehr. Im Anschluß gegen sehr ehrfürchtig durch die Straßen dieser Stadt.

Ein Besuch in einer Bar im Zentrum lässt uns an unserem letzten Abend vor unserer Heimreise nochmal mitten im Italienischen Leben sein. Gekrönt durch den anschließenden Besuch in der Osteria Rive Grande.

Der letzte Abend-Blues startet mit einer Ribolla Gialla – einem überaus leckeren Perlwein. Es folgen Tagliatelle con Anatra, Risotto Gorgonzola Castagne, Crema di Fagioli und Gnocchi con Zucca.


Und zur Info: hier steht ein Zauberkünstler am Herd.
Perfekt für ein Abschiedsessen mit Wiederholungscharakter. Ausnahmsweise ein Dolce für zwei und dann geht es zu unserem kleinen Stellplatz zurück.

Leider hat sich hier eine kleine Gruppe Österreichischer Mobilisten regelrecht an alle dort stehenden Wohnmobile „angekuschelt“, also total eng neben die bereits geparkten Womos gequetscht.
Jetzt reisen sie schon in der Gruppe, haben aber immer noch Angst auf einem Stellplatz zu übernachten. Und genau für solche Camper, wahrscheinlich ehemalige Wohnwagenbesitzer, gibt es doch Campingplätze, oder?

Eine gute letzte Nacht und bis Morgen…

18. Oktober 2021

Wir hätten bestimmt besser geschlafen, hätten wir unseren besagten, österreichischen Nachbarn nicht gehabt, denn ab halb 7 räumt dieser irgendwelche Dinge in seinem Womo so lautstark zurecht, dass bedingt durch die enge Parklage sogar unsere beiden Fellnasen aufwachen.
Schade, denn der Stellplatz war nachts wirklich ruhig….
So fahren wir bereits kurz nach acht Uhr in Richtung COOP zum Einkauf und dann weiter in Richtung Tarvisio.


Erst in Tarvisio kommt so langsam die Sonne zum Vorschein. Bei unserer Ankunft dort haben wir 7 Grad. Die nahegelegene Bar hat montags geschlossen, aber ein wunderbarer Lebensmittelladen in der Nähe dafür geöffnet. Ein letzter Einkauf bei einem netten Plausch und dann sitzen wir auf dem riesigen Parkplatz in Tarvisio, auf dem wir ganz alleine stehen, vor unserem Womo in der Sonne und genießen unser letztes Prima Colazione auf Italienischem Boden.


Mittlerweile ist es wunderbar warm geworden. So kommt es auch, dass wir Tarvisio erst nach vielen Caffè um halb 2 verlassen. Ein letzter Tankstopp im ersten Ort in Österreich und wir befinden uns auf der Autobahn in Richtung nach Hause.

Und da ein Ende ja auch immer irgendwie ein Anfang ist, träumen und planen wir bereits auf der Heimfahrt unsere nächste Womotour in Richtung Italien. Und die soll, wenn das Reisen möglich bleibt, wieder zu unserer Familie in die Toskana gehen und dann dorthin, wo uns der Wettergott hinschicken möchte…wir freuen uns schon drauf….


Wenn aus dem Schwein ein Trüffel wird….

16. Oktober 2021

Der Wecker klingelt um kurz nach 7. Alles ist schon vorbereitet zur frühen Abfahrt von unserem Platz. Unser nächstes Ziel heißt: Starfish Diving Center Vrsar, die Tauchbasis unseres Campingplatzes. Hier parken wir um kurz vor 8 Uhr ein, denn ein letzter Tauchgang geht noch vor unserer Abreise. Dank Lydia geht es heute um 9 Uhr zum privaten Tauchgang für uns beide nach Koversada. Und es ist ein besonderer Tauchgang für Ralf, nämlich die Nummer 2000.

Ob die Unterwasserwelt dann auch etwas Schönes für uns bereithält? Wir beginnen unseren Tauchgang wie fast immer bei den beiden Schraubensalbellen, die anscheinend nichts aus der Ruhe bringen kann. Trotz der Anwesenheit von Tauchern stört diese machen sie keinerlei Anstalten, sich in ihre Kalkröhren zurückzuziehen.

Langsam lassen wir uns an der Wand mit den wundervollen Schwämmen – solche roten, verzweigten Schwämme wie hier, kennen wir eigentlich nur aus Ägypten – entlang treiben. Doch etwas Außergewöhnliches finden wir nicht.

Ein Grund mehr den Weg zurück über die Sandfläche zu nehmen. Solche Lebensräume sind für die ein oder andere Überraschung bekannt. Und es klappt auch dieses Mal:

Ein Zeus Faber, ein Heringskönig, ein Tiefseeexemplar, das nur zu gewissen Zeiten im Jahr in geringeren Tiefen angetroffen wird, steht in etwa 14 m Tiefe über der Sandfläche. Es ist erst unsere 3. Begegnung mit diesem Fisch.

Glücklich beim Austauchen noch einen letzten Blick auf das gelbe „Fabelseepferd“ werfen zu können, tauchen wir auf. Das war er, der letzte Tauchgang unseres Urlaubs hier in Vrsar….

Und nun zum heutigen Titel des Beitrags: einen solchen Tauchgang möchten wir natürlich mit einem schönen Mttagessen krönen, also heißt es nach unserem Check-Out an der Tauchbasis direkter Weg nach Flengi zum Schweineäquator. Ihr erinnert Euch: Spanferkel und so…

Doch alle Restaurants entlang der Straße haben geschlossen. Und jetzt? Wir fahren in Richtung Porec und versuchen unser Glück an der dortigen Zubringerstraße. Und wir finden ein geöffnetes Restaurant: die Konoba Istarska mit perfektem Parkplatz für unsere Womo.

Nur Spanferkel gibt es hier nicht, dafür aber eine andere Spezialität der Region, nämlich „Trüffel“

Wir entscheiden uns für eine gemischte Platte für 2 Personen. Und was soll man sagen: klar es ist viel zu viel, aber so gut haben wir schon lange nicht mehr gegessen. Schön also, dass das Schwein zum Trüffel wurde!!

Erst deutlich nach 15 Uhr verlassen wir Istrien. Völlig ohne Stau passieren wir die Grenze und parken Punkt 17 Uhr auf unserem Übernachtungsplatz am Stadtrand von Palmanova ein.

Palmanova – eine Planstadt, Ende des 16.Jahrhunderts durch die Venezianer zum Schutz vor den Türken angelegt. Nur aus der Luft ist diese Schönheit zu erkennen. Die ist in Sternform gebaut und besitzt eine überdimensionierte Piazza.

An dieser verbringen wir unseren Abend und genießen es, mitten im Leben einer kleinen Stadt zu sein.

Erwähnenswert ist noch der Versuch eines Wohnmobils, unseren Stellplatz zu erreichen. Allerdings versucht es derjenige von mehreren Seiten über die Piazza, die aber autofrei ist….und Morgen? Wohin am letzten Tag? Wir berichten….

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